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DOSI 2006
DOSI 2006


Der Dosi ist bestens gelaufen und konnte bei allerbestem Wetter durchgeführt werden. Vielen Dank den Ausrichtern in Blumberg, Schorsch für die Wettbewerbsleitung, Salzmann und dem Team aus Babenhausen für das Schleppen!

Und Dank auch an allen Teilnehmern für das disziplinierte Fliegen.


Der „Käseecken-Messerflug-Turn“ bringt den Erfolg

Doppelsitzer-Wettbewerb in Blumberg / Segelkunstflug als Breitensport mit 9 Leistungsabzeichen


Zwar haben sich in der Spitze die „alten Hasen“ der Segelkunstflugszene auch diesmal in der Vollacro-Klasse durchsetzen können– Übung macht halt doch den Meister in diesem Geschäft! Erfreulich war aber auch die hohe Anzahl von Einsteigern mit ihren Vereinsdoppelsitzern in das Wettbewerbsgeschehen der lautlosen Akropiloten.

Den Segelkunstflug auf eine breite Basis zu stellen und in die Vereine zu tragen, ist seit seiner Gründung ein zentrales Ziel des Fördervereins für Segelkunstflug im BWLV e.V. In keiner anderen Maßnahme wie dem traditionellen Doppelsitzerwettbewerb – diesmal bereits zum 19. Mal ausgetragen – wird dieses Bemühen sichtbar. Und nirgendwo ist der Gedanke des Segelkunstflugs als Breitensport so spürbar wie auf diesem DOSI in Blumberg: Erfahrene Piloten vermischen sich mit interessierten Einsteigern in ihren Vereinsbesatzungen, geben ihre Tipps und Tricks gerne weiter und sorgen so für vielseitige Motivation.

16 Mannschaften haben in diesem Jahr den Weg nach Blumberg gefunden. Etwas weniger als in den vergangenen Jahren, was zeigt, wie wichtig auch in dieser Disziplin die Nachwuchsarbeit ist. Als Pflichtprogramm für alle Teilnehmer im ersten Durchgang wurde von Wettbewerbsleiter Schorsch Dörder die Übung für das silberne Leistungsabzeichen präsentiert. Die „Profis“ meisterten die Figurenreihenfolgen ohne größere Anstrengungen, für die weniger Geübten stellten vor allem der 180 Grad Rückenkreis, die Rolle von Rücken in Rücken sowie der Innenrollenkreis eine gehörige Herausforderung dar. 9 Mannschaften durften die restlichen beiden Durchgänge dann aufgrund ihrer Platzierung in der sog. „Vollacro“ fliegen, sieben Mannschaften maßen ihre Kräfte in der Halbacro.

Auf Vorschlag von Schorsch Dörder durften die Mannschaften der Halbacro als zweiten Durchgang gleich nochmals das silberne Leistungsabzeichen in Angriff nehmen. Für 9 Piloten endete dieser Versuch erfolgreich, in den nächsten Wochen erhalten Sie vom DAeC ihr Zertifikat und ziert eine Anstecknadel die stolze Fliegerbrust. Die Vollacro hatte in den restlichen Durchgängen eine Kombination Außenrolle-Innenrolle, eine Halbe Rolle 30 Grad abwärts sowie vor allem einen 180 Grad Rollenkreis mit einer Innenrolle zu bewältigen.

Mit den Teams vom Hotzenwald, Degerfeld, Nagold 1 und Babenhausen 1 setzten sich Piloten durch, die alle über viel Wettbewerbserfahrung – teilweise auf internationalen Meisterschaften – verfügen. Ganz gering waren hier wieder die Punktabstände, lediglich 111 Punkte von ca. 8000 trennten die Plätze 1 bis 4. Ganz oben auf dem Treppchen stand Andris „Pinguin“ Kade, der in seiner dreijährigen erzwungenen Wettbewerbspause offensichtlich nichts verlernt hatte, jedoch mit seiner Frau Gabi auch „familiengedopt“ ins Rennen gehen durfte. Sein Vorschlag war die im Titel genannte Figur, die er schon mehrfach mit seiner B4 auf Flugtagen zelebriert hatte. Mit Abstand von 900 Punkten folgten die beiden Teams aus Schwäbisch Gmünd mit den „Hornberg-Finken“.

Daß im Segelkunstflug die Konzentration den entscheidenden Ausschlag gibt, durften die Halbacrobaten bei der ersten Figur des dritten Durchgangs feststellen: Eine scheinbar einfache Figur – ein Looping aus der Senkrechten sollte in der 30 Grad Linie nach unten beendet werden – wurde von manchem genullt. Die Macht der Gewohnheit ließ manche Flugzeugnase im Abfangbogen bis in den Horizont hochwandern, anstatt die Abwärtslinie zu stabilisieren. Welch lehrreiche Erfahrung für die betroffenen Piloten!

Perfekt war an den beiden Tagen das Wetter ebenso wie die Organisation des Wettbewerbs durch die Blumberger Sportfreunde unter der bewährten „Fuchtel“ von Walter Kopisch und seiner Ehefrau Margit. Als Schiedsrichter war neben Schorsch Dörder erneut Dirk Lohmann aktiv, geschleppt hat in bewährter und souveräner Manier der Salzmann. Unterstützt wurde er von einer Wilga und einer Maule, mit denen die Babenhausener Freunde acht Mann hoch aus dem hessischen Nachbarland angereist waren. Eine prima Truppe, die Blumberg seit vielen Jahren die Treue hält!

Herzlichen Dank richtete Schorsch Dörder bei der Siegerehrung an die Teilnehmer für das sehr disziplinierte Fliegen, an die Veranstalter sowie alle Helferinnen und Helfer, die den Dosi auch diesmal zu einem angenehmen Erlebnis gemacht haben. Weitere Informationen und alle Ergebnisse auf www.segelkunstflug.com

Michael Zistler

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