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Kunstflug mit Windenstart?
oder wie hoch kriegt man den Fox an der Winde?


Am Samstag, dem 28. Oktober 2006 war es endlich soweit: Auf dem Militärflugplatz Fürstenfeldbruck versammelte
sich eine Gruppe von Pionieren, um nach Monaten der Vorbereitung endlich den Nachweis zu erbringen, dass auch
mit der Winde die nötige Ausgangshöhe für den Segelkunstflug erreichbar ist.

An Flugzeugen standen bereit die ASK 21 aus Oberschleissheim, die Mü28 der Akaflieg und der Fox aus Innsbruck sowie
eine ASK 13.

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Die Winde, eine "normale" Tost-Winde mit 420PS Benzinmotor hatte eine verstärkte und vergrösserte Trommel erhalten.
Die Seilführung war für die Aufnahme von 3500m Kunststoffseil angepasst.














seil




Als Seil hatte die Firma LIROS Rosenberger Tauwerk eine Sonderanfertigung ihres Dyneema-Schleppseils mit 4,5mm Durchmesser zur Verfügung gestellt.

kurven





Das Wetter war für die Versuche optimal. Der Wind blies in der Höhe mit max. 40km/h exakt in Pistenrichtung (280º).
Die Flugsicherung in München hatte ursprünglich eine Höhenfreigabe auf FL 50 erteilt, was aber bei der Platzhöhe von rund 500m zu wenig war und später auf FL 70 erweitert wurde.

Es wurden insgesamt 20 Starts durchgeführt, wobei die Flüge der ASK 21 und der Mü28 mit Logger dokumentiert wurden.
Nachdem sich die Piloten an die Besonderheiten der Startart gewöhnt hatten, erreichten sie mit der ASK 21 zweimal die Maximalhöhe von 1600m, was Weltrekord darstellt.
Bei der Mü28 zeigte sich, dass durch die zu weit vorn gelegene Schwerpunktkupplung der Pilot nicht den für optimalen Steigflug erforderlichen Anstellwinkel halten konnte. Deshalb waren auch die Schlepphöhen der Mü28 mit maximal 1150m deutlich niedriger.









Der Fox war leider nicht mit Logger ausgerüstet, aber bei optimaler Steigfluglage wurden doppelsitzig dreimal Höhen von ca.1400m erreicht. Die Schleppgeschwindigkeit betrug dabei durchschnittlich 145km/h
Ein kompletter Flug mit dem Fox, Windenstart mit anschliessendem Kunstflug, kann bei Youtube unter diesem Link betrachtet werden.

Auch mit der ASK 13 wurden über 1500m Ausklinkhöhe erreicht, womit erwiesen ist, dass auch mit älteren, langsameren Mustern derartige Hochschlepps möglich sind.

Fazit:
Mit einer entsprechend ausgelegten Winde und einer ausreichend langen Schleppstrecke stellt künftig der Windenstart eine kostengünstige Alternative zum Flugzeugschlepp vor allem für die Kunstflugausbildung und das Training dar.
Für kommendes Jahr ist geplant, auf einem geeigneten ehemaligen Militärflugplatz erstmals einen Kunstflugkurs ausschliesslich mit Windenstart durchzuführen.


M. Echter 11-2006






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