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Windenstart Wochenende in Leipheim
Drittes Windenstartwochenende 2007

Nachdem die Windenstartwochenenden in Fürstenfeldbruck und Neuhardenberg schon sehr gute Ergebnisse gebracht haben, wurde nun das dritte Event dieser Art in Leipheim gestartet.

Anbe ein Bericht von Thomas Brückelt

SZD im WindenstartSegelkunstflug aus der Winde in Leipheim

Die mit einem Elektromotor betriebene Winde von LUCOM GmbH macht es möglich: Schlepphöhen von knapp 1000 m wurden vom 21. bis 23. September auf dem Flugplatz in Leipheim erreicht!

Marius Fink rief die Aktion ins Leben und organisierte das Trainingswochenende. Interessenten gab es mehr als genug. Damit jeder ein paar Starts machen konnte, musste die Teilnehmerzahl auf 25 begrenzt werden.
Die angereisten Segelkunstflieger brachten ASK 21, Fox, Mü-28 und zwei SZD-59 mit. Vom Kunstflug-Anfänger bis zu Wettbewerbspiloten war alles vertreten – ein bunt gemischter Haufen! So gab man sich Tipps und Erfahrungen weiter und trainierte zielgerichtet miteinander. Die Vollakrobaten unter den Teilnehmern beschränkten sich größtenteils aufs Figurentraining, da für ein ganzes Meisterklassen-Programm die erreichte Schlepphöhe doch etwas knapp war.
Dass die E-Winde ganz schön „Dampf“ unter der Haube hat, merkten wir schon beim Anschleppen: Nach zwei bis drei Rumpflängen befanden wir uns in der Luft. Die nächste Stufe wäre dann der Katapultstart von einem Flugzeugträger! Eine auf das am Kunststoffseil hängende Flugzeug abgestimmte Elektronik dosierte die Leistung des maximal 205 kW starken Motors optimal. Ein Seilriss durch Überlast ist daher nahezu ausgeschlossen. Schon beeindruckend! Je nach Flugzeug erreichten wir Schlepphöhen bis zu 1000 m. Die Länge des ausgezogenen Seils betrug 2500 m. Dafür bot der ehemalige Militärflugplatz in Leipheim die besten Voraussetzungen.
So interessant wie der Start war für die meisten von uns auch die Landung auf der Jet-tauglichen Bahn. Den Bodeneffekt konnten wir deutlich spüren: Bei den langen Landungen und dem Ausschweben überm Asphalt verloren wir bis zum Ziehen der Bremsklappen kaum Fahrt.
Damit tagsüber nicht der Magen knurrte, versorgten uns die Mitglieder der Leipheimer Fliegergruppe, die sich auch um die Startleitung kümmerten, mit belegten Broten und Getränken. Übernachten mussten wir allerdings außerhalb, da der Flugplatz nach wie vor zum militärischen Bereich gehört. Am Abend saßen wir noch im Gasthof „Zur Post“ beisammen. Den Wirt luden wir zum Dank für das tolle Essen ein; er durfte mit einem Flug im Hornberger Fox sich einen Einblick in unser Hobby verschaffen und hatte sicherlich seine Freude daran!
Es wäre wünschenswert, wenn sich diese Art der Winden-Schlepperei an entsprechend großen Flugplätzen etablieren würde. Im Gegensatz zum F-Schlepp kann Einiges an Kosten und Aufwand gespart werden. Laut Hersteller ist die E-Winde viel günstiger als eine herkömmliche Diesel-Winde und vor allem wartungsärmer.
Gerade kleine Vereine, die auf großen Flugplätzen zu Hause sind, könnten von solch einer Winde profitieren. Durch Veranstaltungen wie diese wäre der Kaufpreis der Winde in relativ kurzer Zeit amortisiert. Ist es bei den Fliegern außerhalb bekannt, dass so eine Winde zur Verfügung steht, wäre diese zweifellos ein großer Anziehungspunkt!
So ging das eindrucksvolle Wochenende viel zu schnell vorüber. Vielen Dank an die Leipheimer Fliegerkameraden für ihre Unterstützung und vor allem an Marius, der das unvergessliche Event auf die Beine stellte! Jederzeit wieder!


Thomas Brückelt

Hier die Links zu vier Filmen, die uns von Marius Fink zur verfügung gestellt wurden.

Film 1
Film 2
Film 3
Film 4




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