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| Lausitzpokal 2008 |
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Nachlese und interessantes aus Rothenburg-Görlitz |
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Protokoll einer Besprechung anlässlich des "Lausitzpokals" auf dem Flugplatz Rothenburg – Görlitz am 24.Juli 2008
Teilnehmer: Georg Dörder, Barbara Gerkhardt, Michael Zistler, Marius Fink, Markus Müller, Rigo Rose, Franziska Hinz, Alfred Rainer, Jürgen Volk, Günter Bertram , Gerd Ottensmann ( Protokoll ) , u.a.
1. Zweck der Besprechung
Vom 23. – 24.Juli 2008 wurde auf dem Flugplatz Rothenburg – Görlitz mit dem "Lausitzpokal" erstmalig ein Segelkunstflug – Wettbewerb unter Anwendung der Startart "Windenschlepp" ausgetragen. Die Schlepps wurden durchgeführt mit der Elektrowinde ESW – 2B ( Jürgen Volk, Markus Müller ), wobei jeweils ein Seilpaar von ca. 3.100 m ausgelegt wurde. Flugzeugseitig kamen ASK 21, MDM – 1 Fox, Pilatus B4 und SZD 59 zum Einsatz. Die erreichten Schlepphöhen lagen je nach Flugzeugtyp und jeweils vorherrschenden Windverhältnissen zwischen 900m und 1.400m.
Ziel des Wettbewerbs, der in der Kategorie "Einsteiger" mit 14 Teilnehmern ausgetragen wurde, war, die Eignung dieser Startart für Segelkunstflugwettbewerbe herauszufinden. Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass dieses Ziel voll erreicht wurde und nicht zuletzt, dieses zu wesentlich niedrigeren Kosten pro Start für den betroffenen Piloten. Während der Wettbewerbstage wurden pro Windenstart 15,00 € verlangt im Vergleich zu 50,00 € für den F – Schlepp auf 1.200 m.
Deshalb erschien es allen Beteiligten sinnvoll und notwendig, die künftige Vorgehensweise mit dem Ziel einer festen Etablierung dieser Startart im Segelkunstflug zu diskutieren. Die Besprechung diente dem Zweck einer Meinungsbildung. Zentrale Themen dabei waren die Möglichkeiten der Beschaffung eines solchen Startgeräts sowie dessen Betrieb.
2. Anwendungsziele
Bei der künftigen Anwendung dieser Startart werden primär Ausbildung,Training und auch Halbakro - Wettbewerbe als segelkunstfliegerische Aktivitäten ins Auge gefasst, d.h. das Ziel einer Austragung einer Deutschen Meisterschaft der Vollakro "an der Winde" wird zunächst nicht verfolgt.
3. Betrieb
Die Verfügbarkeit eines geeigneten Startgeräts und der Zugriff auf ein geeignetes Fluggelände sind unverzichtbare Kernbedingungen. Desweiteren muss man davon ausgehen, dass ein "professioneller" Betrieb der Startwinde zwingend notwendig wird.
Eine wirtschaftlich sinnvolle Ausnutzung der Startwinde lässt sich nur dann erzielen, wenn ein entsprechendes Aufkommen an Höhenschlepps realisiert werden kann, Dies ist wiederum nur möglich über eine Konzentrierung der oben genannten Segelkunstflugaktivitäten auf einen oder einige wenige Flugplätze.
3. Betrieb, fortgesetzt
Letzteres wiederum verlangt nach Möglichkeiten, diesen Flugbetrieb über einen grossen Zeitrahmen in der Saison anbieten zu können. Nicht zuletzt stellt sich damit auch die Frage nach einer einvernehmlichen Lösung der Betriebsfrage mit den zuständigen Luftfahrtbehörden sowie der Flugsicherung.
4. Betreibermodell
Die Segelkunstflug – Fördervereine in Deutschland werden für sich allein vermutlich keine alleinige Besitzerfunktion bzw. Betreiberorganisation für eine solche Startwinde zustande bringen. Wie Georg Dörder ausführte, erscheint eine Lösung denkbar, bei der ein Segelflugverein eine Startwinde unter finanzieller Mitbeteiligung der Fördervereine erwirbt und diese dann sowohl im eigenen Betrieb nutzt als auch zu festgelegten Zeitpunkten den Segelkunstflug – Organisatoren zur Verfügung stellt.
In die Überlegungen zum Erwerb einer Winde dieses Typs, d.h. einer Elektrowinde, sind auch Fragen des Netzanschlusses bzw. der Kauf oder die temporäre Anmietung eines entsprechenden Stromaggregats mit einzubeziehen.
5. Ergebnis
Die Teilnehmer kamen darin überein, in einem ersten Schritt die anstehenden Fragen parallel wie folgt anzugehen:
• die Frage nach geeigneten Fluggeländen wird gemeinsam von Marius Fink, Günter Bertram und Franziska Hinz untersucht
• Fragen zur Kalkulation der Wirtschaftlichkeit werden von Rigo Rose bearbeitet. Markus Müller unterstützt durch Daten.
Es wird vorgeschlagen, dass beide Arbeitsgruppen hierzu zentral an den Referenten Segelkunstflug im DaeC, Michael Zistler, berichten.
Das vorliegende Ergebnisprotokoll wird nach erfolgter inhaltlicher Abstimmung mit den Teilnehmern veröffentlicht.
Rothenburg – Görlitz, den 30.07.2008
Gerd Ottensmann
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